Farbsanierung Pelikanstrasse

Unweit des Max-Eyth-See und auf einer Anhöhe liegt der Stuttgarter Stadtteil Neugereut. Anfang der 70er Jahre entstand hier durch einen städtebaulichen Wettbewerb ein Gesamtkonzept, auf dessen Grundlage sich eine Modellstadt mit Großwohnkomplexen entwickeln sollte. In dieser Zeit war es durchaus üblich, ganze Siedlungen als Hochhausquartiere zu erstellen. Ein Ensemble dieser Wohnkomplexe sollte nun energetisch saniert werden. Ziel war neben der bauphysikalischen Ertüchtigung eine klangvolle und identitätsstiftende Farbgestaltung der Hochhäuser, die den beengenden und wuchtigen Eindruck auflösen und die spannenden Elemente der Fassaden herausspielen sollte. Die neue Farbgestaltung basiert auf der reduzierten und in der unmittelbaren Umgebung vorgefundenen Farbklaviatur der Natur. Der Fokus der Fassadengestaltung (in den 70er Jahren ausschließlich dekorativer Art) liegt durch die neue Farbwahl auf der Betonung der Volumen und dem Rhythmus der einzelnen Baukörper und Elemente. Durch überlegte Störungen „Clashs“ erhalten einzelne Fassaden gegensätzliche Farben, um das Moment der Baukörperberührung visuell zu überhöhen.